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"Dietolo-Brunnen" im Ortskern von Dittelbrunn











Die etwas nachdenkliche Brunnen-
figur stellt "Dietolo" dar.
Der Sage nach ist er der Gründer
von Dittelbrunn.  

Vorausgeschickt sei, dass sich die folgenden Ausführungen an alle diejenigen richten, die sich entweder von Berufs wegen oder in ihrer Freizeit mit Funktechnik beschäftigen, aber auch an interessierte Laien. Für Behördenvertreter, die sich mit Antennenanlagen (z. B. Baugenehmigungen) auseinander setzen müssen, sollte dieser Beitrag Pflichtlektüre sein. Die im nachfolgenden Text fett gedruckten und unterstrichenen Begriffe sind mit Links versehen. Sie führen entweder zu weiteren Internetauftritten oder zu ergänzenden - für das weitere Verständnis der Zusammenhänge wichtigen - Dokumenten, die aus Platzgründen jedoch nicht im laufenden Text eingefügt werden konnten.

Wenn Ihnen der nachfolgende Text zu umfangreich ist oder Ihnen die Zeit fehlt, sich einzulesen, finden Sie hier - bitte anklicken! - in kürzester Form dargestellt, wie gegen mich vorgegangen wurde. Ich bin sicher: Ihre Neugier nach der ausführlichen Darstellung hier unten wird geweckt... 

Amateurfunken ist ein Hobby mit gesetzlichem Hintergrund. Es ist im Rahmen internationaler Verträge geregelt (Vollzugsordnung Funk zum Internationalen Fernmeldevertrag). In Deutschland sind die Rechtsverhältnisse u. a. durch das "Gesetz über den Amateurfunk" mit zugehöriger Durchführungsverordnung klargelegt. Am Amateurfunkdienst kann jeder teilnehmen, der sich erfolgreich einer schriftlichen Prüfung unterzogen hat. Diese Prüfung wird in Deutschland durch Außenstellen der Bundesnetzagentur (BNetzA) - vorherige Bezeichnung "Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post" (RegTP) - abgenommen. Die BNetzA untersteht dem Bundesminister für Wirtschaft und hat nach der Privatisierung des Post- und Fernmeldewesens letztlich die hoheitlichen Aufgaben der früheren Oberpostdirektionen übernommen. Für den ordnungsgemäßen Funkbetrieb sind die Funkamateure allein dieser Behörde gegenüber verantwortlich - sonst niemanden (auch wenn es die Gemeinde Dittelbrunn in ihrem "Hoheitsgebiet" offenbar gerne anders hätte). Werden feste Funkstellen betrieben, müssen die Funkamateure eine Erklärung der BNetzA gegenüber abgeben, dass die Personenschutzwerte eingehalten werden. Ungeachtet dessen wird kein Funkamateur seine Familie oder sich selbst irgendwelchen Gefährdungen aussetzen. Es besteht somit keinerlei Anlass zu einer "Elektrosmog-Hysterie". Jedem Funkamateur wird nach Bestehen der Prüfung ein Rufzeichen zugewiesen, das weltweit einmalig ist und die einwandfreie Identifikation zulässt.

Amateurfunk ist gleichberechtigt neben allen anderen Funkdiensten, z. B. Seefunkdienst, Flugfunkdienst, Rundfunkdienst zu sehen. Jedem dieser Funkdienste ist in der Regel ein eigenes Frequenzspektrum zugewiesen. Etliche Frequenzbereiche sind dem Amateurfunkdienst exklusiv zugewiesen, soll heißen: kein anderer Funkdienst darf diese Frequenzen für seine Zwecke in irgendeiner Form nutzen. Innerhalb der Frequenzbereiche bestehen klare Regelungen über die Nutzung, die von der IARU, dem Weltverband der organisierten Funkamateure, festgeschrieben worden sind. Beispielsweise sind die Anfänge vieler Frequenzbänder für die Betriebsart "CW" (= "continuous wave", Morsetelegrafie) reserviert. Eine weitere Besonderheit: der Amateurfunkdienst ist ein technisch-experimenteller Funkdienst. Funkamateure dürfen demnach ihre (Sende-)Anlagen selbst bauen oder kommerzielle Geräte nach ihrem Vorstellungen umgestalten - ein weites Betätigungsfeld, auch für berufsfremde Betreiber dieses interessanten Hobbys. So finden sich in den "Shacks" - so heißen die Funkbuden im Jargon der Amateure - nicht selten Geräte, die es mit Industrieprodukten ohne Weiteres aufnehmen können. Voraussetzung für eine erfolgreiche Betätigung ist allerdings intensives lebenslanges Lernen! Mit diesem Schlagwort wirbt der "Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule" (AATiS e. V.) um Mitglieder.

Suchen Sie sich in diesem Zusammenhang zum besseren Verständnis auch unbedingt die folgenden Seiten mit den dort weiterführenden Verlinkungen auf: 

Ein aufschlussreiches Urteil hat das Verwaltungsgericht in Würzburg gefällt. Die zugehörige Klageschrift sollten Sie in diesem Zusammenhang lesen. Lassen Sie sich überraschen! 

Aus der Sicht eines Funkamateurs ist es traurig, wie ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs in München von inkompetenter Seite kommentiert (anklicken) - quasi bejubelt - wird. Abgerundet wird allerdings das Bild, wenn Sie diese Seite (anklicken)aufgerufen und gelesen haben.

Innerhalb letzterer Seite finden Sie nämlich unter der Überschrift "Funkamateur's Knallerbsenstrauch" einen recht interessanten Beitrag des (damaligen) Mitherausgebers der virtuellen Zeitschrift "hamradio2day",  Hermann, DL1EEC (Anmerkung: dieser Internetauftritt existiert [leider!] nicht mehr). Dort und in der "izgmf"-Seite wird auf das vorangegangenen Absatz erwähnte und durchaus als "merkwürdig" zu bezeichnende Urteil hingewiesen. Bei mehrmaligem Studium dieser Entscheidung fallen sicherlich auch Ihnen so manche Ungereimtheiten auf - bei Fragen bitte mailen! Übrigens hat niemand bei Einreichen der Klageschrift mit dem Ausgang des Verfahrens in dieser Form gerechnet. Verwunderlich ist vor allem, dass die Revision zu diesem Urteil nicht zugelassen wurde! Hierzu muss man wissen: Der bayerische Verfassungsgerichtshof hat einige Jahre zuvor die Antennensatzung der mittelfränkischen Stadt Gunzenhausen "mit Gesetzeskraft" kassiert. Übrigens: die "Urheberin" des gesamten Unbills hat nach meinem Kenntnisstand bis heute noch kein Amateurfunkzeugnis - wie immer: nur große Worte..

Im Jahr 1997 wurde das Gesetz über den Amateurfunk neu gefasst. Es löste das Gesetz aus dem Jahr 1949 (übrigens älter als das Grundgesetz!) ab.


meine "gefährlich" anzusehende Antennenanlage













Der Gittermast in der Bildmitte ist gerade einmal sechs Meter (!) hoch.
Antennenverbot
















Das Bild zeigt mich mit einem Poster von Klaus Staeck aus dem Jahr 1998...

"50 Jahre Grundgesetz"


Das Urteil kann durchaus fatale Folgen haben - nicht nur für Funkamateure innerhalb Bayerns. So manche Mitmenschen, wenn sie darüber hinaus - wie in meinem Fall - in einem Kommunalparlament sitzen und angeblich! noch elektrosmogsensibel sind, haben ein reiches Betätigungsfeld. Deren Vorgehensweise möge der Leser nach genauerem Studium der hier verlinkten Seiten selbst beurteilen. Für meine Familie und mich waren (und sind) die zwischenmenschlichen Auswirkungen dieses "Anti-Antennen-Feldzuges", die ihren Anfang mit einer Unterschriftensammlung in der gesamten Nachbarschaft nahmen, jedenfalls schlimm genug!!

Die Unterzeichner - so aus glaubhafter Quelle - wurden regelrecht zur Unterschriftsleistung genötigt. Allein diese Tatsache sollte allen Beteiltigten zu denken geben...

Leider zählt nur der "Sachverstand" selbst ernannter Experten. Privat- und Geschäftsleute pflegen sich an schriftlich erteilte Zusagen zu halten - ein wichtiger Aspekt in unserer Rechtsordnung. Für Gemeinden scheint dieser Grundsatz offenbar keine Geltung zu haben. Lesen Sie dazu den Schriftsatz der Gemeinde aus dem Jahr 1996! Interessant ist auch ein Leserbrief in der Regionalpresse (Quelle: Schweinfurter Tagblatt) eines nunmehr ehemaligen Gemeinderatsmitglieds, tätig als Rechtsanwalt in Schweinfurt. Vermutlich hat der Autor im Physikunterricht geschlafen. Es bestehen nun einmal bestimmte Gesetzmäßigkeiten zwischen verwendeten (Sende-)Frequenzen und der Antennengröße. Schließlich ist es gleichgültig, ob eine Antenne auf dem Dach montiert ist oder im Garten steht: der "böse Elektrosmog" ist allgegenwärtig...

Haben Sie (noch) die CQDL - Clubzeitschrift des Deutschen Amateur-Radio-Clubs e. V. - zur Hand? In der Ausgabe April 1999 finden Sie auf Seite 276 ff. den von mir verfassten Beitrag "Geschichte einer Amateurfunkantennenanlage" mit weiteren Einzelheiten! Im Zusammenhang mit dem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs steht eine ausführliche Darstellung mit Repros interessanter Schriftsätze (ebenfalls als pdf-Datei) zur Verfügung, die auf Wunsch übermittelt werden kann. Hier können Sie sich selbst ein genaueres Bild über wichtige Einzelheiten im Vorfeld des Urteils machen, die der Öffentlichkeit - in Diskussionsrunden u. ä. -  bisher nicht ausreichend bekannt waren.

Ergänzend erlaube ich mir noch folgende Anmerkungen:

1.Amateurfunk wird nur sporadisch betrieben. Mobilfunkanlagen hingegen sind rund um die Uhr in Betrieb.
2.Die Disposition (Belastung mit elektromagnetischen Wellen der Umgebung) nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab. Das heißt beispielsweise, dass in dreifacher Entfernung zur Antenne nur noch ein Neuntel der Leistung nachweisbar ist. Der Grund ist einleuchtend: Die ausgesendeten Wellen verlieren sich zunehmend im Raum. Diese Gesetzmäßigkeit ("photometrisches Entfernungsgesetz") konnte schon vor rund dreihundert Jahren der englische Physiker und Mathematiker Isaac Newton (1643 - 1727) durch Versuche mit sichtbarem Licht, einem "direkten Verwandten" der Radiowellen, nachweisen!
3.Wie bereits eingangs erwähnt, müssen Funkamateure ihr Wissen durch eine schriftliche anspruchsvolle Prüfung bei der zuständigen Außenstelle der BNetzA nachweisen.
4.Immer wieder leisten Funkamateure Hilfe bei Naturkatastrophen und vergleichbaren Ereignissen. Wenn hierbei öffentliche Fernmeldenetze zusammengebrochen sind, was regelmäßig der Fall ist, können Funkfreunde mit ihren (batteriebetriebenen) Funkgeräten weltweit Verbindungen herstellen und so schnell dafür sorgen, dass Angehörige benachrichtigt werden können. Diese Hilfe ist - sie wird der Öffentlichkeit oft kaum bekannt - selbstverständlich.
5.Zahlreiche technische Neuerungen, die heute als selbstverständlich gelten, gehen auf erste Versuche von Funkamateuren zurück. Wussten Sie schon, dass unter anderem die Grundlagen für das Handy-Netz auf Experimenten von Funkamateuren beruhen?  

Viele Kommunalpolitiker sind aber offenbar "beratungsresistent". Dies zeigte sich bei den zahllosen Gemeinderatssitzungen, in denen meine Antennenanlage auf der Tagesordnung stand. Im Rahmen einer dieser Sitzungen wurde mir sogar die Möglichkeit eröffnet, meine Anliegen vorzutragen und das Hobby vorzustellen. Dieser Vortrag wurde jedoch in undemokratischer Weise durch ein Gemeinderatsmitglied gestört. Die "großzügige" Geste des Bürgermeisters wurde so auf merkwürdige Art konterkariert. Ich habe mir erlaubt, das Gemeinderatsmitglied in einem ausführlichen Schreiben auf das ungebührliche Verhalten hinzuweisen.  

Die - unberechtigt - angefachten Diskussionen im Zusammenhang mit der Errichtung von Mobilfunkanlagen tragen ein Weiteres bei. Die Stimmen jener wenigen Gemeinderatsmitglieder, die das Ganze kritisch hinterfragten, gingen leider unter. Auf gut deutsch: die Mehrheit ist bis heute noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Die Würzburger Verwaltungsrichter haben hingegen das Motiv für die Änderung des Bebauungsplanes erkannt und klar herausgearbeitet.

Es bestehen daher berechtigte Zweifel, ob die Gemeinde Dittelbrunn bei dem Normenkontrollverfahren in München alle Unterlagen vorgelegt hat, wäre sie doch nach den Vorschriften der Verwaltungsgerichtsordnung dazu verpflichtet gewesen. Nur einen Punkt möchte ich herausgreifen: In der Urteilsbegründung ist nur von zwei Einwendungen (eigener Hinweis: gemäß § 3 des Baugesetzbuches) gegen die Bebauungsplanänderung die Rede (der eigenen natürlich und der des Bauamts beim Landratsamt Schweinfurt). Tatsächlich hatten sich seinerzeit auch zahlreiche Funkfreunde gegen die Änderung gewandt, mit zum Teil eingehend begründeten Schriftsätzen, die sämtlich von der Gemeindeverwaltung (mit allerdings unzureichenden Argumenten!) beantwortet worden waren. Beispielhaft finden Sie hier ein Schreiben meines Funkfreundes Bert, pensionierter evangelischer Pfarrer und Religionslehrer. Was hat die Zuständigen der Gemeinde veranlasst, derartig tiefgründig formulierte Schriftsätze dem Gericht vorzuenthalten? Möglicherweise wäre dann das Verfahren in München anders verlaufen. Nach Lage der Dinge muss ich davon ausgehen, dass bereits die Gemeinderatsmitglieder die Schreiben nicht zur Kenntnis erhalten haben.

Nahezu einhellig ist die Meinung derer, die auch die Vorgeschichte des Falles kennen: Das Baurecht wurde systematisch missbraucht, um mein Hobby platt zu machen.

Auch Funkfreunde aus dem Bereich des CB-Funks haben sich mittlerweile meines Problems angenommen.

Wenn Sie auf den vorangegangenen Absatz klicken, werden Sie auf eine der zahlreichen Seiten mit weteren Hinweisen geführt.


In anderen Bundesländern gibt es keine "Antennenprobleme", so zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen. Hier wurde schon im Jahr 1983 eine Empfehlung des dortigen Städtetags herausgegeben, nach der die Belange der Funkamateure auf Errichtung einer Antennenanlage in Bebauungsplänen und Gestaltungssatzungen zu beachten und, so wörtlich, "Antennenverbote auf Rundfunk-Empfangsantennen zu beschränken" sind. Wann lernt man hier zu Lande dazu?

In der Gemeinde Dittelbrunn offensichtlich auch in der Zukunft nicht. Mit einer nicht näher zu beschreibenden Obsession werden auch in neuen Baugebieten keine brauchbaren Antennenanlagen zugelassen (so in Hambach - Baugebiet "Maibacher Straße" - Nr. 7 "Nebenanlagen"). Die Bestimmungen des Bebauungsplanes konnten Sie sich noch im Jahr 2010 im Internetauftritt der Gemeinde ansehen. Zwischenzeitlich ist dieser Link gelöscht worden. Ich kann nur vermuten: die "Scheu" vor zuviel Öffentlichkeit könnte das Motiv sein. HIER können Sie durch Anklicken die Vorschriften dennoch selbst nachlesen. Keineswegs darf übersehen werden: auch Hobbymeteorologen und -astronomen bekommen gleichermaßen Probleme, wenn sie ihre Einrichtungen aufbauen wollen.

Damit gibt es nur ein Fazit für alle diejenigen, die den genannten Freizeitbeschäftigungen nachgehen (oder vielleicht einmal in absehbarer Zeit nachgehen wollen): Großgemeinde Dittelbrunn meiden! Es gibt genug attraktive Gemeinden in Stadtnähe, die es nicht nötig haben, ihre (potenziellen) Bauherrschaften mit derartigen Bebauungssatzungen zu gängeln (bei meist günstigeren Grundstückspreisen). 

Noch ergänzend: stellen Fotovoltaik- und Solaranlagen wohl keine "technischen Anlagen" dar? Seit Ende Mai 2006 können in der Region die Fernsehprogramme im so genannten DVB-T-Format (Näheres hierzu weiter unten) empfangen werden. Dazu bedarf es in ungünstigen Lagen einer Außenantenne. Will man die Bürgerinnen und Bürger, die in den Tallagen der Großgemeinde Dittelbrunn wohnen, von einem problemlosen Empfang ausschließen? Den Artikel 5 des Grundgesetzes scheint man hier nicht zu kennen...

In jüngerer Vergangenheit - Stand Sommer 2014 - wurden in der Hauptdurchgangsstraße insgesamt vier Fotovoltaikanlagen (bei einem Bestand von zwölf Wohngebäuden in diesem Bereich) neu installiert. Sind dies keine "nach außen hin erkennbar technische Anlagen"?
Die Gemeinde stört sich hieran offensichtlich nicht, gestützt von der Regierung von Unterfranken. Welche Meinung andere Stellen zu derartigen Anlagen aus dem Blickwinkel gestalterischer Satzungen vertreten, können Sie hier nachlesen!
Der hierin unter anderem zitierte "Kommunalpolitische Leitfaden" wurde von der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung herusgegeben.

Lesenswert ist in jedem Falle - ergänzend hierzu - der Internetauftritt des Dipl.-Ing. Ralf Wölfe ("Elektrosmoginfo"). Wölfle hat es sich zur Aufgabe gemacht, sachliche Informationen zu dem Themenkreis zu liefern.


Zwar habe ich einen mehrseitigen Antrag auf Aufhebung des Bebauungsplanes gestellt. Die zahlreichen Verstöße habe ich detailliert aufgeführt. Dennoch wurde der Antrag abgelehnt - in der entscheidenden Sitzung des Gemeinderats in einer Minute "durchgewunken"...

Wenn sogar rechtskundige Mitglieder des Gemeinderats statt deutlich Stellung zu beziehen Beschlussvorlagen ebenfalls nur abnicken, ist das schon eine traurige Angelegenheit. Eigentlich sollte jede Bürgerin und jeder Bürger soviel Zivilcourage zumindest von einzelnen Gemeinderäten erwarten können, dass ein eingehend formulierter Antrag zumindest ansatzweise diskutiert wird. Wenn der Bebauungsplan unter anderem ausdrücklich die Pflanzung fremdländischer Gehölze nicht gestattet, die Beheizung mit festen Brennstoffen verbietet oder Gartengerätehäuschen und Holzlegen(!) nur innerhalb der Baulinien zulässt, massive Verstöße dennoch durch die zuständigen Behörden sehenden Auges toleriert werden, stellt sich schon die Frage, ob die so genannte Planungshoheit (siehe Artikel 28 Absatz 2 des Grundgesetzes) der Gemeinden in der geltenden Form heute noch ihre Berechtigung hat. Der Gesetzgeber, aber auch kommunale Aufsichtsbehörden, sind dringend aufgerufen, hier im Rahmen ihrer Zuständigkeiten tätig zu werden. Nichts hören, nichts sehen, nichts dazu sagen - damit werden die Probleme der Bürgerinnen und Bürger keinesfalls gelöst. Bis heute habe ich weder von der Gemeinde noch von der Kommunalaufsicht beim Landratsamt Schweinfurt irgendetwas hierzu gehört.

Artikel 36 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern lautet (Auszug): "Der erste Bürgermeister führt den Vorsitz im Gemeinderat und vollzieht seine Beschlüsse." Er ist nach dieser Vorschrift somit politisch dafür verantwortlich, dass auch Bebauungspläne (nach den allgemeinen Grundsätzen wie Gleichmäßigkeit und Verhältnismäßigkeit) beachtet und eingehalten werden - ohne Ansehen der Person. Dies sei nochmals deutlich herausgestellt. Bei Vollzugsdefiziten, dies ist ja unstreitig der Fall, sollten die entsprechenden Vorschriften umgehend aufgehoben werden. 

An dieser Stelle noch ein Nachtrag: Vor kurzem wurde in unmittelbarer Nähe eines Kinderspielplatzes im Baugebiet "Binsig 2" ein Zigarettenautomat auf gemeindlichem Grund aufgestellt. Eines weiteren Kommentars zu dieser "nach außen erkennbar technischen Anlage" enthalte ich mich... 

...ein Zigarettenautomat -  auf der anderen Straßenseite ein Kinderspielplatz: wow!








Chuzpe pur...

"technische Anlage" auf gemeindlichem Grund und Boden!


Doch was ist zwischenzeitlich passiert?

Diese Aufnahme entstand wenige Tage vor Ostern 2011!

Wurde der Automat

- entwendet?
- zur Reparatur abgebaut?
- oder (ganz einfach) als bebauungsplanwidrig erkannt?

Die Gedanken sind frei...

(vor dem Gestell steht nun ein Baustromzähler eines Schweinfurter Bauunternehmens)


Der Automat ist weg...




Da die Gemeinde allenfalls durch Druck von Außen (mit der Kraft des Wortes Dritter, nämlich Ihrer Mithilfe, liebe Leserinnen und Leser dieser Seite) "gezwungen" werden kann, Bebauungspläne aufzuheben bzw. anzupassen, muss ich mich derzeit anderweitig behelfen. Sachlich gehaltene Schriftsätze, höflich, aber bestimmt, wären hier wichtige Beiträge zur Aufarbeitung der Angelegenheit - immerhin auch ein Versuch, um "Begehrlichkeiten" weiterer Kommunen nach gleichartigen Bebauungsplanänderungen zu unterbinden. Dies wäre darüber hinaus unter dem Blickwinkel des HAM SPIRIT sinnvoll. Die Scheinwerfer müssen weiterhin auf alle Dittelbrunner Kommunalpolitiker gerichtet bleiben. Sagen Sie sich nicht: "Was geht mich das an?" - Mein Problem kann schon morgen angesichts der weit verbreiteten Elektrosmog-Hysterie auch zu Ihrem Problem werden!

Funkamateure entwickeln ungeheure Fantasie. Was spricht dagegen, eine Antenne zu wählen, die in wenigen Minuten aufgebaut und ebenso schnell wieder entfernt werden kann? Auch ein anderer Aspekt tritt hinzu: die Selbsterklärung gegenüber der Bundesnetzagentur (früher Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post) entfällt. Es handelt sich ja um keine "feste" Anlage! Die Elektrosmog-Hysteriker und Hysterikerinnen in der Nachbarschaft müssen sich darüber im Klaren sein. Die Grenzwerte werden zwar bei einer "portablen" Anlage nicht überschritten, aber die Rechtssicherheit der Selbsterklärung fehlt dennoch diesem Personenkreis. Vielleicht erkennt man doch noch im Lauf der Zeit, dass es eigentlich besser wäre, wenn der entsprechende Bebauungsplan aufgehoben würde...

In einer geeigneten Ecke meines Gartens habe ich einen Kreuzerdungsstab in den Boden geschlagen, der noch circa 30 cm herausragt. Hieran kann ich ein geeignetes handelsübliches Antennenrohr mithilfe einer Maschinenschraube und einer Flügelmutter befestigen, und oben an dem Antennenrohr ist Platz für eine Groundplane, eine magnetische Antenne oder ähnlichem. Eine stationäre Antenne (Beam usw.) wäre zwar weitaus besser, aber für meine Belange (und die "Abhärtungsübungen" - Psychologen sprechen von "Konfrontationstherapie") reicht es allemal!


Auf dem Kreuzberg in der Rhön und dem von dort nur zehn Kilometer entfernten Heidelstein stehen größere Rundfunk- und Fernsehsendeanlagen. Vom Kreuzberg aus werden unter anderem die fünf Hörfunkprogramme des Bayerischen Rundfunks abgestrahlt. Seit dem 29. Mai 2006 werden mehrere Fernsehprogramme in digitaler Form (DVB-T = Digital Video Broadcasting Terrestric = erdgebundenes digitales Fernsehen) von dort gesendet. Der bisherige Betrieb des Fernsehsenders auf Kanal 3 wurde gleichzeitig eingestellt. Über Frequenzen und Sendeleistungen können Sie sich auf der Internetseite sender-kreuzberg.de unterrichten. 

Der Sender Kreuzberg war somit über fünfzig Jahre in Betrieb. Er verfügte stets über hohe Sendeleistungen, damit früher auch viele Zuschauer in der damaligen DDR erreicht werden konnten. Von negativen Auswirkungen auf die Bewohner und die Besucher des Klosters und die Anwohner am Fuß des Kreuzbergs ist bis heute nichts bekannt geworden... Die Mortalität (Sterblichkeitsrate) ist nicht höher als anderswo. Nur überhöhter Genuss des guten Bieres, das die Mönche dort brauen, kann schon einmal zu temporärem Unwohlsein führen. Besuchen Sie selbst den Internetauftritt des Klosters (kreuzbergbier.de). Hier habe ich bewusst keinen Link geschaltet, auch nicht zur Homepage des Senders. Die Webcams gestatten einen virtuellen Besuch vom Internetrechner zu Hause und vermitteln wunderschöne Blicke von dem Mittelgebirge vor unserer Haustüre. 

Was sind hier zum Vergleich die paar Watt Sendeleistung eines Mobilfunkmasten? Ein bestimmter Personenkreis verbellt dennoch jede derartige Einrichtung - nicht nur hier in der Region. Und: auch das Fernsehsignal "pulst" - jeder Rundfunk- und Fernsehtechniker kann mithilfe eines Oszilloskops die recht komplexen Signale innerhalb eines Fernsehempfängers darstellen. Das UMTS-Signal hingegen liefert einen gleichmäßigen Datenstrom - keine pulsierenden Signale mehr!

Wer wiederum auch Amateurfunkanlagen auf die Ebene gesundheitsschädlicher Einrichtungen hebt, handelt nicht nur unredlich, sondern auch unverantwortlich. Nimmt man hier die mittlere Sendeleistung eines üblichen Kurzwellensenders in den Amateurfunkbändern an (zumal logischerweise Signale wirklich nur dann abgestrahlt werden, wenn - vereinfacht dargestellt - die Mikrofontaste zum Sprechen betätigt wird. Dies ist Tatsache!), wird gerade einmal das Potenzial einer Nachttischlampe erreicht.  


Offenbar ist es heutzutage üblich geworden unbequeme Zeitgenossen zu bespitzeln (oder bespitzeln zu lassen) nach dem Motto: Irgendetwas wird sich in der Biografie des Opfers schon finden, was "verwertbar" erscheint.

Eine entsprechende Sammelwut hat auch mein unmittelbares Umfeld erfasst. So sind Ordner und Kartons mit Dokumentationen über meine Familie und mich vorhanden. Wozu wird das Material eigentlich gebraucht? Ich trete die Flucht nach vorne an und danke hiermit allen Initiatoren und Beteiligten für ihre "Mühewaltung".

In den Seiten der AGZ - verschiedene Links wurden auf dieser Seite von mir geschaltet - wird ein - mittlerweile ehemaliges - Mitglied des Dittelbrunner Gemeinderats erwähnt. Die Homepage dieser Dame besteht nicht mehr - sic! Dennoch ist dieser Link nicht tot... bitte nachschauen! Die Dame hat sich endgültig aus Dittelbrunn zurückgezogen. Trauriges Fazit: Es wird immer Mitmenschen geben, die glauben sich auf Kosten ihrer Mitbürger profilieren zu müssen. Genau so schlimm ist es aber, wenn Menschen in einem demokratisch gewählten Gremium sitzen und sich offenbar keinerlei Gedanken über die Folgen ihres Handelns machen. Mit der AGZ e.V. arbeiten die Herausgeber der Zeitschrift "Funk-Telegramm" zusammen. Sie haben den erwähnten Beitrag mit einer eigenen Darstellung - zum überstürzten Fortgang der Gemeinderätin - ergänzt. An dieser Stelle betone ich, dass diese Darstellung ohne mein Zutun verfasst wurde! Sie beweist wiederum, welche Breitenwirkung das Vorgehen innerhalb der Amateurfunkgemeinde erzeugt hat.

Noch ein Hinweis zur AGZ: Der Vorsitzende des Vereins, Dr. Ralph Schorn, ist im Jahr 2012 überraschend verstorben. Er war nicht nur die Seele des Vereins; er hat auch zahlreiche Beiträge in dem nicht mehr existierenden Internetauftritt verfasst.

Aus Anlass des 75-jährigen Bestehens des Ortsverbandes Erlangen im Deutschen Amateur-Radio-Club e. V. liegt mir ein Grußwort des (ehemaligen) Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein vor. Bürgermeister und Gemeinderat von Dittelbrunn sollten diesen Schriftsatz zur Kenntnis nehmen!


Inzwischen wird auch ein Funkfreund in der unterfränkischen Gemeinde Zeitlofs (knapp 50 km von Dittelbrunn entfernt) wegen unseres gemeinsamen Hobbys angefeindet. Auch er ist Opfer dieser weitverbreiteten Elektrosmoghysterie. Ein unterschriftensammelnder Nachbar setzt dort den Bürgermeister und den Gemeinderat mit 120 (!) Unterschriften unter Druck. In der Nachbargemeinde Oberleichtersbach ist er - Gott sei Dank! - abgeblitzt. 

Näheres ist in der Ausgabe Februar 2015 der Clubzeitschrift CQ DL zu finden. Weiteres ist hier

http://www.infranken.de/community/leserbriefe/Leserbrief-zum-Amateurfunk-in-Rossbach;art121853,928110,C

 und hier

http://www.infranken.de/community/leserbriefe/Leserbrief-Amateurfunk-in-Zeitlofs;art121853,892787,C

zu lesen! Ich hoffe, dass diese aufschlussreichen Links für längere Zeit erreichbar bleiben.

Wie schlimm die Vorgehensweise in dieser Gemeinde ist, zeigt das rund eineinhalb minütige Video auf YouTube! Nochmals: Es ist traurig, dass die Verantwortlichen dieser Gemeinde - Bürgermeister und Gemeinderäte - sich vom Mob der Straße so abhängig machen. 



 
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